Beta Rev 3 - Hege und Pflege

      Beta Rev 3 - Hege und Pflege

      Hallo zusammen,

      seit einigen Wochen bin ich stolzer Besitzer einer Beta Rev 3, Modelljahr 00.

      Diesen Thread will ich nutzen, um die kleineren Probleme, die es noch gibt, nach und nach auszumerzen.
      Mit Eurer Hilfe und dem großen Wissen, was hier kursiert, sollte das ja das kleinste Problem sein ;)

      Folgendes liegt aktuell an:

      Die Rev 3 ist (wie man hört ein übliches Problem) relativ laut und "knallt" im Leerlauf. Nach allem was ich bisher gelesen habe, ist dies Hauptsächlich ein Problem des Mittelschalldämpfers in Verbindung mit schlechter Dämmwolle im Endschalldämpfer.
      Gestern habe ich beides demontiert.

      Endschalldämpfer wird definitiv neu gestopft mit Material von Silent-Sport.
      Der Mittelschalldämpfer ist richtig verkokt (ca. 2-3mm an den Rohrwänden).
      Was habe ich für Möglichkeiten, den MSD frei zu bekommen? Spontan würden mir einfallen:

      - Ausbrennen
      - Ultraschallbad
      - Einlegen in Waschbenzin, dann reinigen mit Flaschenbürste

      Ist irgendeine dieser Möglichkeiten eine gute idee? Würde ungern 250€ für einen neuen MSD investieren...

      Liebe Grüße, Lucas
      Bilder
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      Trialsprotte schrieb:

      Wenn im Mittelschalldämpfer nur Lochblech und keine Wolle ist, kannst du den ausbrennen, Wolle überlebt das nicht.....
      Zum anlösen von altem Schmodder eignet sich auch Diesel ganz hervorragend....


      Weiß das hier jemand, ob da bei der Rev 3 Wolle drin ist?
      Und wie bekomme ich eigentlich beim Zusammenbau wieder alles optimal dicht? Einfache Auspuffdichtmasse?

      Edit:
      Nach Google-Recherche scheint es so zu sein, dass bei der Rev 3 im MSD Stahlwolle verbaut ist. Des Weiteren handelt es sich um ein Aluminiumgehäuse, deswegen sollte Ausbrennen meiner Meinung nach nicht möglich sein.
      Was haltet Ihr davon, den MSD vorsichtig aufzuflexen, zu Reinigen, neu zu Stopfen und danach von einem Alu-Schweißer wieder verschließen zu lassen?

      Liebe Grüße, Lucas

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „faltklo“ ()

      So, kurzes Update:

      Der ESD ist neu gestopft und sollte nun Ruhe geben. Der MSD genießt seit 2 Tagen sein Dieselbad. Da Ist auch schon einiges an Schmock herausgekommen. So langsam erkenne ich wieder Lochbleche im Inneren. Ich habe also Hoffnung, dass ich ihn noch retten konnte.

      Was mir ein wenig Sorgen macht, ist der Zusammenbau. Krümmer, MSD und ESD sind gefühlt recht locker miteinander verbunden. Ich kann mir gerade noch nicht so genau vorstellen, wie das ganze dicht sein soll. Ich denke mal, da werde ich massiv mit Firegum o.Ä. nachhelfen müssen.

      Liebe Grüße, Lucas
      So, MSD ist fertig und wieder eingebaut. Folgendermaßen bin ich verfahren:

      1. 4 Tage lang abwechselnd mit Diesel und Waschbenzin geflutet und jeweils über nacht stehen lassen
      2. 3h im Ultraschallbad zum anlösen der noch vorhandenen Verschmutzungen
      3. Mit Hochdruckreiniger ausgekärchert (unfassbar, was da noch für ein Schmock rauskam)
      4. Trocknen lassen und neue O-Ringe eingesetzt.

      Das Ergebnis ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Das "Knallen" ist nur noch bei kaltem Motor vorhanden. Sobald der Motor warm ist, läuft das Mopped deutlich leiser als vorher.

      Widmen wir uns dem nächsten Problem:

      Kupplung trennt schlecht und Schaltung ist sehr schwergängig. Ich habe heute das Getriebeöl gewechselt. Leider war es schon zu spät, um zu testen, was es gebracht hat. Sonst hätte ich wohl die Nachbarn auf der Matte stehen...
      Gibt es da sonst noch Ansatzpunkte, falls das noch nicht von Erfolg gekrönt war?

      Liebe Grüße
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      So, die Beta wurde gestern das erste Mal über längere Zeit (ca. 4h mit Pausen) Gassi geführt. Für mich als Trial-Einsteiger macht Sie sich echt gut. Ich habe beschlossen, die schlecht trennende Kupplung erst einmal zu ignorieren, da es mich beim Fahren absolut nicht gestört hat.

      Die Gabel bekommt jetzt noch eine neue Füllung und neue Simmerringe, da das rechte Standrohr arg undicht ist. Danach ist eigentlich das gröbste erledigt. Der Leerlauf könnte etwas gleichmäßiger sein, aber ist jetzt auch nicht dramatisch.