Distanzringe von P.Schwarz für Cota 4RT

      Mal bei Kivo nachfragen, ob die das vom Schwarz übernommen haben, ansonsten die Kiste auf die rechte Seite legen, Limadeckel runter, Spulengrundplatte vom Limadeckel abschrauben, Maße vom Flansch abnehmen, z.B. auf Dichtungspapier pausen, und dann mit feiner Säge und Bohrer auf Alublech übertragen...fertig.
      Stärke des Alubleches müsste mal jemand mitteilen, der die schwarzsche Distanzplatte zum Nachmessen auf dem Tisch hat...ich habe keine Lust, meine dazu auszubauen...;)
      Der Rollox - immer wieder gern auf 4RT 260 und TLR Reflex
      Hallo zusammen,

      bin neu im Forum, lese aber schon eine Zeitlang mit.

      Ich fahre seit letztem Jahr eine Montesa 4Ride, bis jetzt etwa 1100 km. Meistens sind wir im Piemont (Bardonecchia) oder an der Ardèche unterwegs.

      Auch meine Montesa springt bei abgesenktem Standgas vor allem in großen Höhen schlecht an.

      Hab bei Kivo nachgefragt, sie haben keine Erfahrung mit dem Distanzring und auch keine auf Lager.
      Deren Empfehlung: Leerlauf auf 1800 U/min einstellen.

      Ich will nun einfach einen Distanzring aus dickem Dichtungspapier (1,5 bis 2 mm) ausschneiden und hinter den Stator montieren.

      Was ist davon zu halten? Hat jemand die Maße (Dicke) des Ringes?

      Oder hat jemand noch einen Ring übrig?

      Grüße aus dem Hintertaunus!
      ackerbach

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ackerbach“ ()

      @ Ackerbach...solch einen Distanzring aus Dichtungspapier zu basteln halte ich für keine gute Idee! Der Stator der darauf geschraubt wird, muss mit Drehmoment angezogen werden inkl. Schraubensicherung Loctite 243 gesichert.
      Es ist stark davon auszugehen dass sich das ganze lösen könnte wenn keine feste Unterlage vorhanden ist.
      Was dies verursachen kann brauche ich glaube ich nicht zu erwähnen!?!
      Ich habe die Stärke des Distanzstücks nicht im Kopf, aber es sind mit Sicherheit 3-4mm
      Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass das Distanzstück zumindest bei der 250er Montesa eher das Gegenteil bewirkt hat. Wie es bei der 260er ist scheiden sich die Geister!
      Der Sinn der Distanz soll sein, dass der Stator weiter ins Polrad ragt, sich somit das Magnetfeld verändert und eine höhere Zündspannung entsteht! Somit kann oder könnte man die Leerlaufdrehzahl auf ca. 1100 - 1200 U/min absenken um z.B in Sektionen nicht so viel mit der Kupplung fahren zu müssen. Und dann sollte der Motor auch mit niedrig eingestellter LLD (im warmen Zustand) "gut anspringen" !
      Peter Schwarz hatte mir damals ausdrücklich gesagt das in den meisten Fällen zum Kaltstart die LLD wieder erhöht werden muss sonst springt der Motor mit Kickstarter nicht oder schlecht an! Muss aber nicht sein! Anscheinend sind die Fertigungstoleranzen des Stators der ersten 260er Montesas nicht nach der hohen Anforderungs - Qualität wie es bei Honda üblich ist gefertigt worden! Daher die nicht kalkulierbare Streuung. Beim einen klappt es super mit der Distanz beim anderen nicht. Die eine Monti springt super an, die andere total beschissen...!

      In einer Höhe von über 1800 müM empfiehlt es sich die LLD auf über 1800 U/min einzustellen damit der Motor einigermaßen zuverlässig startet. Das ist bekannt und liegt nicht an der Zündung, sondern am Gemisch. Das Steuergerät der Montesa merkt sich nicht wie das Mapping zuletzt war, sondern startet bei jedem Start mit der Voreingestellten Einstellung. Das hört man auch ganz eindeutig wenn man den Motor startet, dann kann es sein, dass er erst etwas niedriger mit der LLD läuft und dann auf einmal erhöht. Dann haben alle Sensoren ihren aktuellen Ist Wert dem Steuergerät mitgeteilt.
      Soweit mein Wissen...

      LG
      Thias
      Es gibt Dinge, die man nicht unbedingt braucht. Wege zum Beispiel....
      Die Distanz ist 1,5 mm stark. Wurde in einer Anzeige von P.Schwarz in der Trialsport so beworben. Kostete damals 15,- EUR inkl. Porto.

      Der Meister wusste, was er tat. Alles über 1,5 mm sollte gewissenhaft auf Freigang ausgemessen werden, damit man sich nicht das Kupfer von den Spulen raspelt...
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      ...und die Leerlaufdrehzahl 1800 ist in jedem Fall gesetzt.
      Entweder die Distanz bringt nix oder sie verbessert das Startverhalten bei o.g. Drehzahl auf das normale Maß bei neuer Maschine (kalt oder warm ein bis zwei Tritte).
      Das allseits gewünschte und ggf. mühsam erreichte gute Startverhalten durch Runterdrehen des Leerlaufs zu versauen, macht absolut keinen Sinn...
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      thias schrieb:

      Die eine Monti springt super an, die andere total beschissen...!

      Ich kenne beide Zustände ;)

      Super springt sie (4RT260 2016, Standard ohne Distanzring) bei mir immer an, wenn ich den Leerlauf drinnen habe und kein Gas gebe. Egal, ob wenige hundert oder über zwei tausend Meter ü.N.N., egal welche Jahreszeit und egal welches Wetter (ich trainiere bis auf sehr wenige Ausnahmen ganzjährig täglich). Beim ersten Kick (je sanfter desto besser) beginnt sie zu schnurren. Wenn sie mal nicht gleich beim ersten Kick starten will, habe ich entweder nicht den Leerlauf drinnen und/oder die Leerlaufdrehzahl ist zu niedrig. Da mein Betriebsstundenzähler bei laufendem Motor immer die Drehzahl anzeigt, kann ich das bei Bedarf schnell und bequem den Umständen entsprechend justieren (1800 — 1900). Im Zweifelsfall ein Reset (3 * mit Vollgas sanft durchtreten), und das Thema ist erledigt, minutenlange kraftraubende Kick-Exzesse sind mir zum Glück bei dieser Maschine fremd.
      Manche haben sich angewöhnt, vor dem tatsächlichen Start-Kick einmal ganz langsam durchzutreten (um angeblich den Kondensator zu laden), das mache ich nicht, einmal sanft durchtreten („Kicken“ ist eigentlich der falsche Begriff) und sie läuft. Außerdem folge ich der Empfehlung aus dem Handbuch und nehme im Winter die andere Zündkerze CR5EH-9 (statt der Standard CR6EH-9). Ob das nun besonders wichtig ist weiß ich nicht, aber die Honda-Ingenieure werden sich sicher etwas dabei gedacht haben ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „AJK“ () aus folgendem Grund: Ergänzung: Standard, kein Distanzring

      Hallo zusammen,
      vielen Dank für die schnellen und ausführlichen Antworten!

      Tja, so viele Köpfe, so viele Meinungen...!

      Auch meine 4Ride springt mit 1800 U/min Leerlauf problemlos an, soweit alles klar.
      An langen Steilabfahrten aber (und das kommt bei mir nun mal oft vor) schiebt der Motor mit der hohen Leerlaufdrehzal
      stark nach.
      Ich muss mit der Bremse, teilweise auch im 1. Gang, gegen den Motor arbeiten oder die Kupplung ziehen. Da spielt der gegenüber der 4RT längere 1. Gang der 4Ride sicher auch eine Rolle.

      Meine alte Honda CRF 230 funktioniert von 0 bis 3300 Höhenmetern problemlos, ohne jegliche Sensoren, mit Vergaser.
      Bergab tuckert sie im 2. oder 3. Gang im Standgas runter, ohne dass man viel bremsen muss.
      Da werde ich mich wohl umstellen, muss aber sagen, dass ich mir von der Montesa (leichter, moderner, spritziger) mehr erhofft habe.

      Viele Grüße in die Runde!
      ackerbach
      Bei der 4RT kann man in die Leerlaufschraube einfach reinbohren und eine Rändelschraube als „Verlängerung“ einpassen, sodass man bequem ohne Werkzeug schnell bei Bedarf durch den Schlitz im Kotflügel mit den Fingern nachjustieren kann. Bei der 4Ride ist das leider nicht so einfach, aber vielleicht bringt Dich dieser Tipp auf eigene Ideen? Der Tipp stammt übrigens von Erich Weigand (MSC Jura Heideck), bei ihm hab ich das gesehen und war ganz begeistert. So kraxelt er ganz entspannt in den Alpen :thumbsup:
      Ich habe dafür immer einen Schraubenzieher griffbereit weil ich meine „Löcher“ im Kotflügel gegen grobe Verschmutzung mit Gaze geschlossen habe, so habe ich damit auch kein Problem. Für einen halstündigen Abstieg (oder länger) kann man schon mal die paar Sekunden Pause für die Drehzahlveränderung (und später wieder zurück) investieren. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „AJK“ ()