Jotagas JT 250

      Jotagas JT 250

      Hallo an alle JTG-Fahrer,

      ich habe gesehen, dass auf der EICMA 2017 Jotagas auch seine neuen Modelle präsentiert hat
      und ich dachte schon, die produzieren nicht mehr...
      Wer fährt denn von euch Jotagas und kann kurz auf die ein oder andere Frage eingehen:
      - wie seid ihr zufrieden mit der Qualität?
      - gibt es größere Unterschiede/Weiterentwicklungen in den Baujahren?
      - Wie sieht die aktuelle Ersatzteilversorgung aus?
      - Gibt es einen/mehrere Händler, die sich der Marke besonders annehmen?
      - Könnt ihr die Motorcharakteristik der 250er im Vergleich zu anderen 250ern beschreiben?

      Vielen Dank!
      Grüße
      Thomas C.
      Schade, Mexstyle, mein Beileid.

      Unser Spartenleiter im Verein hatte die letzten 3 Jahre eine Jotagas 300 im Dauereinsatz und war immer begeistert (regelmäßiges Training, Trialwandern, massenhaft Wettkämpfe: Deutsche Meisterschaft, Bayerische Meisterschaft, Alpenpokal, etc., Klasse 3). Am meisten hat mich seine Saison-„Schaden-Bilanz“ 2016 beeindruckt (in dem Jahr hat er in der Deutschen Meisterschaft den Senioren-Pokal gewonnen): zwei Speichen und ein Hinterreifen. Sein Gesamturteil über diese Maschine war sinngemäß „das war das Moped mit dem ich am wenigsten Probleme hatte“ (in 40 Jahren Trial-Karriere). Alle Verschleißteile ausgetauscht und immer top gewartet fährt sie jetzt ein dankbarer Abnehmer aus dem Verein und ist auch glücklich damit. Ein anderer Vereinskammerad fuhr die letzten Jahre eine Jotagas 250 überwiegend zum Trialwandern, auch er war stets zufrieden und die Kiste sieht immer noch top aus. Es gibt also auch einiges positives zu berichten :)
      Ich selbst liebe zwar 4-Takter, und würde mir wenn überhaupt einen 2-Takter dann einen Einspritzer holen, ansonsten wäre die Jotagas aber meine erste Wahl. Die Geometrie, Optik, Ausstattung und nicht zuletzt das Gewicht (64kg) finde ich zu dem aktuellen Preis auch recht attraktiv :thumbsup:
      Eine aus der zweiten Serie.Kupplungsdeckel dreimal ausgetauscht,Umlenkung ich weiß nicht wie oft repariert,dort sind die Buchsen ständig zerbrochen,Bodenplatte viel zu weich,muste ständig gerichtet werden,hintere Halterung der Bodenplatte abgebrochen,Rahmenrisse,Beschichtung der Gabel hat sich abgelöst und noch viele Kleinigkeiten mehr.Der Kunde hat die Karre dann verkauft und eine Montesa gekauft.
      es ist egal was ich mach,es funktioniert einfach.
      Um auch auf die bisher teils unbeantworteten Eingangsfragen zu antworten:
      Ich hatte eine 2012er, bin einmal im 2ten Gang mit Schwung mit dem Schalthebel an einem Stein an einem Stein hängengeblieben, das Thema kam 3mal hoch (Schaltstern brach mehrfach) und war ärgerlich.
      Ansonsten 3 Jahre ohne Probleme. Moped läuft heute noch zuverlässig in einem Nachbarverein.
      Die zu weiche Bodenplatte (wie bei anderen Fabrikaten) habe ich nie benutzt, sondern direkt gegen eine stabile getauscht. Dann gibt es auch keine Rahmenrisse.
      Ersatzteile gibt es wohl noch immer, wenn auch manchmal mit Mühe, aber bisher haben die Nachbesitzer alles bekommen.
      Der Motor der 250 hat sehr viel Schwungmasse und läuft daher sehr gutmütig. Hat mir damals gefallen, da würgt man die Kiste nie aus Versehen ab.

      Problematisch denke ich, ist die geringe Verbreitung in Deutschland. Das ist zB in GB wohl besser. Du müsstest klären, ob die damals aktiven Händler heute noch aktiv unterstützen.

      Aktuell würde ich davon abraten, außer du möchtest bewusst einen Exoten kaufen. Dann ist die Jotagas exklusiver als eine Vertigo Titanium...
      Ich hoffe hier will mich keiner falsch verstehen...deshalb nochmal was ich mit exklusiv bzw Exot meinte:

      Geschätzt dürften mehr Vertigo Titanium neu verkauft werden als Jotagas in Deutschland. Exklusiv bezieht sich somit rein auf die Anzahl, die Vertigo ist natürlich nicht vergleichbar.
      Durch den zugegebenermaßen sehr spitzen Vergleich wollte ich eigentlich klar machen, dass ich glaube die Jotagas in Deutschland quasi gar nicht verkauft wird. :D

      Und zu den Bodenplatten:
      Natürlich schreibt das keiner in sein Handbuch. Aber ausgerissene Halterungen für die Bodenplatte habe ich auch schon bei Beta und Montesa gesehen ( fahre im Moment auch Beta...). Hier kommt es wie immer auf den Besitzer an. Wer die Bodenplatte rechtzeitig richtet, kann auch mit der Werksseitigen fahren, aber auf das ständige Richten haben viele keine Lust. Und wer lange genug wartet, hat ausgerissene Halterungen oder sogar Risse im Rahmen.

      Aber jeder soll seine Erfahrungen berichten

      Viele Grüße

      Volker
      Kuplungsdeckel reist bei sogut wie allen nach ner Zeit.
      Sind leider zu schwach konstruiert. Habe meinen damals gegen nen besseren selbstgefrästen getauscht.
      Bodenplatte kann ich bestätigen... die verbiegt sich viel zu leicht.
      Halterungpunkte verschieben sich.

      Da hat man dann irre Probleme beim Öl wechseln. Da man bei der JTG die Bodenplatte abmonieren muss um das Öl zu wechseln.