Vorschläge zum Nord-Cup

      Vorschläge zum Nord-Cup

      Moin,
      ich mache mir Gedanken wie man dem Fahrerschwund im Nordcup entgegen wirken kann. Seit Abschaffung der „gelben Spur“ in 2015 ist die durchschnittliche Starterzahl mit 72 Startern (2014) auf 64 Starter (2017) gesunken. Die Attraktivität scheint trotz „vieler“ Veranstaltungen nicht besonders groß zu sein.
      Ich habe mit einigen Fahrern gesprochen die in der Vergangenheit beim NC gestartet sind und das nun nicht mehr tun. Dabei kamen unterschiedliche Gründe zum Vorschein. Mal sind die Entfernungen zu den Veranstaltungen zu groß, mal ist es den Leuten in den Sektionen zu schwer, mal zu leicht. Andere wollen nicht mit Kindern in einer Klasse starten. Oder haben keine Lust vor der Sektion im Stau zu stehen. Oder wissen mit welchen Gaunereien sich einige Fahrer Vorteile verschaffen und möchten nicht erleben das dagegen niemand etwas unternimmt. Und dann gibt es die Fahrer denen eine Veranstaltung vom Start bis zur Siegerehrung einfach zu lange dauert. Gründe gibt es viele.
      Man kann sich jetzt hinsetzen und der weiteren Entwicklung zuschauen. Oder versuchen dem entgegenzuwirken. Einige Dinge sind schwer in den Griff zu bekommen. Bei anderen Gründen gibt es Möglichkeiten diese Fahrer durch ein paar Anpassungen wieder an den Start zu bringen.
      Mögliche Maßnahmen wären (der Begriff Fahrer bezieht sich ausdrücklich auch auf Fahrerinnen):
      1.) Veranstaltungen weniger anstrengend auslegen. Dazu wird die Mindestanzahl der Sektionen je Veranstaltung von 30 auf 24 bei gleichbleibender Rundenzahl von max. 3 abgesenkt. (Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen sondern steht so in der vorläufigen Ausschreibung NC 2018 unter Punkt 5)
      2.) Verpflichtend klassenübergreifender Sektionsbau (Bsp.: Die Pfeile für Klasse 2 und 3 sind in der Sektion identisch)
      - Klasse 2 > 4 Sektionen wie Klasse 3
      - Klasse 3 > 2 Sektionen wie Klasse 2, 2 Sektionen wie Klasse 4
      - Klasse 4 > 2 Sektionen wie Klasse 3, 2 Sektionen wie Klasse 5
      - Klasse 5 > 2 Sektionen wie Klasse 4, 3 Sektionen wie Klasse 6
      - Klasse 6 > 3 Sektionen wie Klasse 5
      - Klasse 7 > 4 Sektionen wie Klasse 4, 3 Sektionen wie Klasse 6
      - Klasse 8 > 2 Sektionen wie Klasse 3, 2 Sektionen wie Klasse 5
      Ausnahme: Trennt ein Veranstalter (wie in Bobitz praktiziert) die Sektionen für die einzelnen Klassen kann dahingehend von der Regelung abgewichen werden das zwischen den getrennten Klassen die übergreifende Regelung ausgesetzt wird.
      3.) Einführung einer verbindlichen Sektionsfahrzeit von max. 90 Sekunden für die Klassen 2 + 3
      4.) Jeder Veranstalter hat ein maximale Veranstaltungsdauer festzulegen (z.B. 5 Std.). Fahrer die nach Ablauf der der Veranstaltungsdauer eintreffen sind nicht in Wertung. Abweichungen zur Veranstaltungsdauer während des Veranstaltungsverlaufes werden an der Rundentafel schriftlich bekannt gegeben. In Ausnahmefällen (höhere Gewalt o.ä.) entscheidet der Fahrtleiter mit dem Schiedsgericht ob Fahrer in der Wertung bleiben.
      5.) Nenngeld Erstattung: Jeder Teilnehmer der in 2017 am NC teilgenommen hat und für 2018 einen neuen Fahrer mitbringt der an mindestens 3 Veranstaltungen teil nimmt bekommt von der Veranstaltergemeinschaft 1x Nenngeld erstattet. Den Nachweis hat der Teilnehmer zu erbringen.

      Vorteile/ Nachteile zu den 5 Maßnahmen
      Zu 1.)
      Vorteil
      - Fahrer(innen) mit geringer Kondition müssen sich nicht so quälen
      - Veranstalter benötigen nicht mehr so viele Punktrichter
      Nachteil
      - Bei Ausnutzung der minimal 8 Sektionen durch den Veranstalter entsteht Staugefahr (weniger Sektionen pro Runde = mehr Fahrer je Sektion = vergrößerte Staugefahr)

      Zu 2.)
      Vortei
      - lDer Schwierigkeitsgrad wird breiter gefächert so dass alle Fahrer einer Klasse gefordert und nicht in jeder Sektion überfordert werden. Jeder sollte dann irgendwo zum Fahren kommen.
      Nachteil
      - Veranstalter muss sich im Vorfeld Gedanken machen in welcher Sektion er Klassenübergreifend steckt

      Zu 3.)
      Vorteil
      - Das ewige rumgestehe einiger Fahrer in den Sektionen und palaver mit den Helfern wird minimiert
      - Schnellere Sektionsdurchfahrzeiten = geringere Staugefahr
      - Vorbereitung der Fahrer auf Veranstaltungen wie z.B. JDM, DM usw. bei denen es auch Sektionsfahrzeit einzuhalten gibt
      Nachteil
      - Ggf. Zeitdruck für die Fahrer in den Sektionen
      - Aufwand des Veranstalters für die Zeitnahme

      Zu 4.)
      Vorteil
      - 98% der Fahrer müssen nicht auf jeder Veranstaltung auf die immer gleichen Bummelanten zur Siegerehrung warten
      - Vorbereitung der Fahrer auf Veranstaltungen wie z.B. JDM, DM usw. bei denen es auch Fahrzeiten einzuhalten gibt
      Nachteil
      - Fahrer müssen die Veranstaltungsdauer im Kopf behalten
      - Ggf. Raserei auf der Zwischenstrecke (wie z.B. bei JDM, DM usw.)

      Zu 5.)
      Vorteil
      - mehr Starter
      Nachteil
      - zusätzliche Ausgaben für die Veranstaltergemeinschaft

      Bevor ich die Vorschläge an die Veranstaltergemeinschaft/ Fahrervertreter herantrage ist es interessant zu wissen wie andere NC Fahrer zu diesen Maßnahmen stehen. Nach meinem Kenntnisstand hat es eine solche Abfrage noch nicht gegeben. Ich könnte mir auch vorstellen das andere Personen weitere Maßnahmen im Kopf haben. Aber für die Veröffentlichung/ Abstimmung in 2018 ist es zu spät.
      Da es ein paar Schummler unter den Fahrern gibt die ein gewaltiges Engagement an den Tag legen wenn es um darum geht Regeln zu ihren Gunsten zu verbiegen, werde ich bei der Auswertung der Antworten nur die Betrachten welche ich einordnen kann (werde mich dabei mit z.B. einem Fahrervertreter abstimmen). Daher bitte bei der Abstimmung folgende Form einzuhalten: Vorname/ erster Buchstabe den Nachnamens/ Klasse in der 2018 oder früher mal gestartet wurde.
      Die Abstimmung kann unter diesem Link durchgeführt werden:
      doodle.com/poll/z8mtb39rkr5rwv2x
      Unbedingt den Button mit dem " > " nutzen um alle Fragen sichtbar zu machen.
      Andreas

      Wenn du am Boden liegst und dich festhalten musst damit du nicht umfällst - dann bist du immer noch sturzbesoffen.

      Gugst du YouTube? Dann such mal nach "Beta2003k": youtube.com/user/Beta2003K/videos
      Hallo

      Generell finde ich es schon mal bemerkenswert wenn sich jemand so ausführliche Gedanken zu unserem geliebten Sport macht anstatt nur zu maulen wenn's nicht klappt!
      Wie Waldi bereits angemerkt hat klappt Punkt 3 bei uns in der TSG gut.
      Und auch Punkt 4 funktioniert weites gehend gut.
      Für den Punkt 1 hat jeder die Möglichkeit die Klasse zu wählen die ihm passt. Ein zu schwer oder zu leicht gibt es somit eigentlich gar nicht. Das es immer Veranstaltung gibt die etwas anspruchsvoller sind macht für mich die Würze. Was ja auch dem verhandenem Gelände geschuldet ist.
      Punkt 5 ist einen Versuch wert.

      Gruß
      Lieber Andreas,
      erst einmal Hut ab, dass Du Dir so viele Gedanken machst und versuchst, etwas in die Wege zu leiten, was eine Verbesserung der Situation bewirken könnte.

      Deine aufgeführten Punkte feilen hier und da am vorhandenen System, aber das eigentliche Problem, die 30+/40+ Neueinsteiger finden dabei immer noch keinen echten Platz. Die "Jungs" wollen nicht in der Silberspur außerhalb der Wertung mitfahren, oder als Kanonenfutter in der 8 dienen, damit die Starterzahl für die drei Topfahrer, die früher Klasse 2/3 gefahren sind, einfach besser aussehen. Sondern sie würden sich auch gerne im echten Wettkampf untereinander sehen, und eben nicht in der Wertung zusammen mit den "Absteigern" aus Klasse 2/3.
      Genau diese Fahrer, die Späteinsteiger in unser Hobby, für die muß der Trialsport im Wettkampf interessanter gemacht werden. Dieser Typ Fahrer investiert in sein neues Hobby. Die meißten haben neue Motorräder und gesamt eine gute Ausrüstung. Was nebenbei auch noch die Händler erfreut. Die sind heiß auf fahren. Aber eben nicht mit den Alt-Stars aus Klasse 2/3 im Wettkampf. Und genau deswegen bleiben sie dem Wettkampf fern.
      Noch einmal zur Klärung, was ist denn ein Späteinsteiger? Ein Späteinsteiger ist jemand, der warum auch immer, im Alter von sagen wir mal 30+ den Trialsport für sich entdeckt hat. Durch viel üben und Training, schafft er es nach vier, fünf Jahren auf gutem leichtem Klasse 4/8 Niveau zu fahren. Und damit meine ich fahren. Nicht setzen, und vor allem keine Angst vor irgendwelchen Hindernissen haben zu müssen. Dieser Typ Fahrer möchte heile am Montag zur Arbeit und eben auch nicht den Kindern die Pokale wegnehmen.
      Das Argument, was ich jetzt schon häufiger gelesen habe, "ja, dann mußt Du halt mehr trainieren, damit Du in der 4/8 weiter vorne mitfahren kannst", ist völliger Schwachsinn. Es ist schon super, dass diese Fahrer es überhaupt an die 4/8 heranschaffen und nicht schon vorher komplett aufgeben, weil sie irgendwann von dem Schwierigkeitsgrad abgeschreckt werden. Und diese Fahrer haben dank ihres Arbeitsplatzes, Familie und anderen Dingen des Alltags auch keine Zeit, viermal die Woche zu trainieren, um das aufzuholen, was sich die Topfahrer in 20 Jahren angeeignet haben.

      Also, meiner Meinung nach, müßte es tatsächlich für diese Späteinsteiger eine neue Farbe/Spur geben. Die Tore sollten eine Mischung aus leichter 4/8 und 5/7 sein. Beim Sektionsbau macht es kaum Mehrarbeit weil man 4/8er und 5/7er Tore verwendet. Und damit hätten sie dann ihre eigene Spur und auch ihre eigene Wertung.

      Wer darf in dieser Spur nennen? Nur Fahrer ab 18 Jahren, die sozusagen "von unten kommen". Keine Fahrer, die schon mal Klasse 2/3 in ihrem Sportlerleben ernsthaft gefahren sind. Sollte ein Fahrer dann durch sein sehr gutes Können hervorstechen, da er viel trainiert oder noch mehr Talent hat, könnte man eine Regelung festlegen, dass er dann in die 4/8 aufsteigen muß. Z.B. vier Laufsiege in der Saison bedeutet Aufstieg oder ähnliches.

      Zu Deinen weiteren Punkten. Ich bin ganz klar für 30 Sektionen, allein schon wegen der Staugefahr. Stau nervt so dermaßen, dass man ebenfalls die Lust am fahren verliert. Mittlerweile haben es ja fast alle Veranstalter zugelassen, dass man Sektionen nicht der Reihe nach fahren muß, sondern auch an die Sektionen heranfahren kann, wo gerade wenig los ist. In zwei drei Geländen geht das nicht so gut, aber auch in Lüneburg könnte man dies einführen, wenn man die Fahrtrichtung einhält. Dann fährt man eben noch einmal um den Berg herum. Wo ist das Problem?

      Zu dem Punkt Klassenübergreifend: z.B.Klasse 8 > 2 Sektionen wie Klasse 3, 2 Sektionen wie Klasse 5. Da halte ich gar nichts von, da die beiden 5er Sektionen einhändig gefahren werden (ich übertreibe) und bei den beiden 3er Sektionen der Bolzen unnötig aus der Hose herausschaut. (Ich muß Montags auch wieder zur Arbeit) Evtl. steigert dies sogar die Verletzungsgefahr. Weil, wenn ich Klasse 3 fahren könnte, würde ich es ja auch sonst tun. Und da die Sektionen eh schon von der Schwierigkeit gemischt sind, da sie ja nun auch alle unterschiedlich sind, ist das schon gut, wie es ist. Beim Sektionsbau halt doch noch mal schauen, ob es nicht zu knackig geworden ist. Den Schuh muß ich mir selber anziehen, war ja anscheinend in Lüneburg das letzte Mal eine Schippe zu heftig. Aber daraus lernt man.

      Nenngeld wieder zurück zahlen, weil ich jemanden zum tanzen mitgebracht habe, ist in meinen Augen auch nicht praktikabel, da für die Veranstalter viel zu viel Aufwand. Und wer nur wegen dieser 15 Euro jemanden an den Haaren herbeizieht, damit er Trial fährt, das ist dann keine echte Innovation.

      Zeitvorgabe in den Sektionen fände ich super. Wir wissen alle warum ;)

      Ansonsten ist ja nicht alles Alte schlecht. Meine Idee habe ich hiermit vorgebracht. Gerade in Bezug auf die Späteinsteiger. Und das sind hier oben bei uns ja doch einige Hände voll, wenn ich alleine Wörpetal und Ashausen sehe.

      Eines sollten wir alle nicht vergessen. Wir sind alle keine Toni Bous und werden es auch nicht mehr werden. Der größte Teil von uns muß Montags wieder zur Arbeit und will auch nicht mit Angstschweiß im Hemd nach der Veranstaltung nach Hause fahren.

      Wir alle wollen doch einfach mit unserem Sport nur Spaß haben.

      Gruß vom ziro

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ziro“ ()

      Hallo möchte auch meinen Senf dazu geben. Ich denke Mal die Probleme sind bundes weit annähernd gleich. Zu mindest bei uns in Franken - Jura Trial Pokal - sieht's ähnlich aus.
      Zu meiner Person, ich bin Späteinsteiger mit 36 und musste mich auch erst Mal hinten einreihen. Mit viel Trainingsfleiß und Wettbewerbe kammen auch ein paar Erfolge, kam und komm aber gegen die Elite mit 20-30 Jahre Trial Erfahrung nicht an. "Shit happen's" was soll's mir macht es trotzdem Spass. Und ich freu mich wahrscheinlich grõsser wenn ich vielleicht ein Mal im Jahr einen Pokal abgreifen kann als die die das Podest gepachtet haben. Was ich damit sagen will , man muss schon was dafür tun wenn man Erfolg haben will. Und ich glaube mit ein Mal Training in der Woche ist da heut zu Tage nichts mehr getan.
      Wir beim JTP haben uns für die kommende Saison 30%- 30%- 30% auf die Fahnen geschrieben .Das heißt 30% leichte Spuren wo auch Klasseneinsteiger eine Null schaffen können,30% mittelschwere Spuren, für Klasseneinsteiger mit 3 Füssen fahrbar, und 30% schwere wo die Spreu vom Weizen trennt.
      Ob das jetzt der Weisheit letzter Schluss ist wird sich zeigen.
      Gruß Udo
      Moin, Ich fahre kein Nordcup mit, weil ich nicht einsehe fuer 4-5 Veranstaltungen eine Lizenz zu kaufen. Somit kann ich auch nicht spontan entscheiden welche Veranstaltungen ich mit fahre sondern muss das vor dem Lizenzkauf geplant haben. Nimmt einem den Spaß an der sache. Genau so werden das Neueinsteiger und Eltern der Kiddies sehen.....
      MfG

      Dennis
      Thomas deinen Ansatz finde ich wirklich interessant. Ich kann die Problematik für Späteinsteiger wirklich verstehen und nachvollziehen, dass weder die Seniorenklasse, noch die Klassen 4 und 5 mit den Kids zusammen wirklich attraktiv sind.

      Mein Ansatz, den ich bei der Veranstaltertagung vorstellen will, ist es, die Klassen 4 und 5 ohne Altersbeschränkung zu öffnen. Dort hat man eher die Chance auch mal vorne mit zu fahren als in der Seniorenklasse, da dort das Fahrerfeld jährlich wechselt und die Kids aufsteigen. Dort unterliegt man dann genauso den Aufstiegsregeln oder kann alternativ dann in die Seniorenklassen wechseln.

      Und dann kommt deine Idee dazu: Als Zwischenklasse könnte man ohne großen Aufwand eine Klasse zwischen 4 und 5 einführen. Beispielsweise wird die erste Hälfte der Runde in schwarz gefahren und die zweite Hälfte in grün. Gerade für Späteinsteiger wäre dies dann eine Hilfe um den großen Sprung zwischen grün und schwarz zum umgehen und sich unter "seinesgleichen" zu messen. Ich könnte mir gut vorstellen, diese Klasse einfach einmal für dieses Jahr einzuführen und wir sehen dann, ob das angenommen wird oder nicht.

      Zu den weiteren Punkten:

      Zu 1.) Für 24 Sektionen fahre ich nicht quer durch den Norden, das lohnt sich nicht und Stau gibt das dann auch mehr.

      Zu 2.) Klassenübergreifenden Sektionsbau halte ich für nicht sinnvoll. Das wird ja eine Wissenschaft für sich, dann die Sektionen entsprechend abzustecken. Und wie Thomas schon gesagt hat: Klasse 2 Sektionen brauche ich nicht fahren und Klasse 4 Sektionen sind i.d.R. dann zu leicht. Außerdem finde ich, dass wir den Trialsport hier nicht neu erfinden müssen. Das System an sich hat sich schon lange bewährt.

      Zu 3.) Die Sektionsfahrzeit hilft nicht, wenn die Sektionen weiterhin fast durchgehend zu lang sind für die Klassen 2 + 3. Natürlich gibt es Fahrer, da zähle ich mich eindeutig auch zu, die nicht so schnell sind wie andere, aber das größte Problem ist, dass Veranstalter immer alles aus dem Gelände heraus holen wollen und die Sektionen irre lang werden. Tobi hat mittlerweile keine Lust mehr Nord-Cup zu fahren, weil die Sektionen so unattraktiv sind und das soll schon was heißen, wie ich finde! Also an den Sektionen arbeiten und nicht die Zeit begrenzen. Wir sind doch alle froh überhaupt noch Punktrichter zu finden und sollten sie nicht damit auch noch belasten.

      Zu 4.) Sofern die Fahrzeit realistisch ist, habe ich da nichts gegen. Manch einer vergisst nur gern, dass Klasse 2 Fahrer einfach länger brauchen auch ohne großartig Mittagspause einzulegen. In Lüneburg waren Benny und Lorenz auch mit Abstand die letzten, aber ich weiß dass die beiden kaum Pause gemacht haben.

      Zu 5.) Meiner Meinung nach zu viel Verwaltungsaufwand. Wenn ich jemanden im Verein habe, der als potentieller Starter für den Nord-Cup in Frage kommt, dann versuche ich ihn dazu zu bewegen teilzunehmen, auch ohne dafür 15€ Erstattung zu bekommen.


      Zu Dennis: Die Lizenz finde ich auch nicht gut, vor allem der steigende Preis. Aber da kann von uns leider keiner etwas ändern. Wenn man aber die Kosten der Lizenz für eine Saison sieht und die Kosten mit anderen Motorsportarten oder auch die Kosten für Motorrad, Sprit o.ä. vergleicht, sollte das doch nicht der Grund sein, um keine NC-Veranstaltungen zu fahren. ;)

      Gruß Jessica

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jessi“ ()

      Da ich nicht im ADAC oder so bin, kostet die Lizenz 80,- Euro für ein paar läufe in SH. Ich bin bin wieder einsteiger nach 30 Jahren und in meinen jungen Jahren nur Jugend und Anfänger gefahren, bin bei der Hanse Classic gelandet und hatte mal überlegt NC oder SH Läufe mit zufahren. Aber die kosten für die Lizenz sind mir dann doch zu hoch, vor allem der Zwag sie zu haben. Meine private Unfallversicherung hat den Trainingsunfall auch bezahlt macht die C Lizenz das auch? Soweit ich weiß zahlt sie nur bei veranstaltungen, aber am besten zahlt weder die eine noch die andere und die Knochen bleiben heil.
      wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
      Ich passe ja in die hier so vermisste Startergruppe, Neueinsteiger 2008 mit 40, vorher frei nach Churchill " no sports", nur auf der Straße gefahren, das aber teilweise recht sportlich....
      Ich habe recht schnell gemerkt, das kringeln mir mehr liegt, als Stufen hoch zu springen.
      Das schrauben an alten Mopeds hat mir auch schon immer Spaß gebracht, so bin ich schnell beim Classictrial gelandet.
      Trotzdem habe ich zuletzt 2012 versucht, modern in Klasse 5 zu fahren, die damals noch 29,-€ für die unnötige Lizenz bezahlt und frohen Mutes beim SH Lauf gestartet, nach der ersten Runde hab ich den Zettel abgegeben und es nie wieder versucht, mir persönlich ist das Niveau zu hoch, mit den nervtötenden Automatik Mopeds in Klasse 6 zu fahren hab ich keine Lust, auch stört mich das Schlange stehen an den Sektionen und wenn beim fahren zig andere durch die Sektion latschen.
      Ich bevorzuge kleine gemütliche Veranstaltungen, am liebsten fahr ich in Dänemark, da können sogar modern und Classic in einer Veranstaltung zusammen starten und das Ganze in skandinavisch entspannter Atmosphäre...

      Das moderne Trial ist zu sehr an Höchstleistung und Aufstiegsplänen orientiert, eben wie überall im Leistungsport....

      Wer aber schon voll in Beruf, Schule und Familie eingespannt ist, will eben zur Entspannung Trial fahren, ohne Leistungsdruck und vor allem wieder gesund nach Hause kommen, es ist keine Zeit oder keine Lust da, mehrmals in der Woche Trial zu trainieren und nebenbei sich um seine Fitness zu kümmern....

      Für den Kreis der Hobbytrialer müssten Möglichkeiten geschaffen werden, mal "Wettkampfsatmosphäre" zu schnuppern, und da ist dann die Lizenz schon ein Hindernis...

      Wir haben schon mehrfach vereinsinterne Trials veranstaltet, wo dann "open free" gefahren wird und sich jeder sein Schwierigkeitsniveau selbst wählen kann, sehr erfolgreich mit stetig steigenden Teilnehmerzahlen...
      Das lässt sich natürlich nicht in eine NC Veranstaltung integrieren, aber wer eine Saison Clubtrials erfolgreich gefahren hat, bekommt vielleicht Lust auf mehr...

      Mein Sohn hat sich übrigens ganz bewusst für Classic Trial und gegen Modern entschieden, obwohl er problemlos Klasse 4 fahren könnte.....
      Der Nord-Cup zerlegt sich gerade selber. Es werden in Zukunft immer weniger Starter werden. Gerrit hat es in seinem Leserbrief ja sehr schön auf den Punkt gebracht und er hat aus meiner Sicht recht damit. Dieser Sport wird immer noch für die drei Kinder und Jugendlichen ausgerichtet, die aus den eigenen Reihen heranwachsen. Das sollen dann mal die neuen Deutschen Meister werden.

      Für die ganzen Späteinsteiger wird nichts attraktiv gemacht. Da wird dir nur an den Kopf geworfen, mußt Du halt mehr trainieren. Bringt aber auch nix, da die Sektionen von Jahr zu Jahr schwerer gesteckt werden, damit die drei Kids in der Klasse 4 mehr gefordert werden, um dann vielleicht irgendwann mal 3 zu fahren.

      Für Späteinsteiger ist Spurentechnisch nix dabei. Aber gerade diese Späteinsteiger sind viel viel mehr Fahrer, als diese drei Kiddys. Wobei genau diese Späteinsteiger es wären, die das Geld in die Club-Kassen in Form von Startgeld spülen würden. Wenn.....tja wenn da nicht noch die leidige Lizenz sein würde, die viele ebenfalls davon abhält, Wettkampf zu fahren, siehe Trialsprotte.

      Allerdings gibt es da jetzt eine Neulösung, man kann auch eine Tageslizenz lösen. Glaube für 15 Euro. Ist ja auch schon mal eine Verbesserung, wenn jemand nur einen oder zwei Wettkämpfe mitfahren möchte.

      Mal sehen was wird. Auf jeden Fall hat es schon Telefonate gegeben. Es scheint sich etwas zu bewegen. ;)


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „ziro“ ()

      Ich finde das Ganze wird irgendwie sehr einseitig betrachtet. Wer keine Veranstaltungen fahren will, kann doch gerne Clubinterne Trainings organisieren. Wir versuchen doch grade wirklich auch diesen Späteinsteigern gerecht zu werden, aber dazu kann ich doch jetzt nicht die ganze Serie über den Haufen schmeißen. Es gibt eben auch die sportlich motivierten aktiven Fahrer (da zähle ich mich auch zu), die eben nicht nur trainieren wollen, sondern Wettkämpfe fahren wollen. Auch unsere 10 Kids wollen nicht nur "just for fun" trainieren, sondern eben Wettkämpfe fahren. Es sind nunmal immerhin noch um die 60 Fahrer im Schnitt die jährlich schon am sportlichen Wettkampf teilnehmen wollen und das auch tun. Das diese Zahl sinkt hat ja nicht nur damit zu tun, dass die Serie den Späteinsteigern nicht gerecht wird. Problem ist die Altersstruktur in den Vereinen und die fehlende Nachwuchsarbeit. Vereine können ohne Nachwuchsarbeit auch nicht wirklich zukunftssicher aufgestellt sein. Kein Sport funktioniert ohne Nachwuchs. Und dazu gehören eben auch die Kids. Wir stellen bei den Veranstaltungen in der Regel immer fast ein Viertel des Fahrerfeldes. Würde auch in den anderen Vereinen etwas mehr für den Nachwuchs gearbeitet werden, hätten wir auch nicht so ein Starterproblem. Das ist jetzt nicht generell für alle Vereine gesprochen, aber tendenziell ist die Nachwuchsrate in den Vereinen doch eher gering.

      Wir brauchen den Nord-Cup und zwar in ähnlichen Strukturen, wie es auch bei höherwertigen Veranstaltungen der Fall ist. Wir können gerne über Anpassungen, wie ich sie bereits vorgeschlagen habe reden, aber das Ganze grundsätzlich anzuzweifeln halte ich für nicht richtig.
      BlueWolf01....das nennt man Betriebsblindheit...;-)

      Jessi, Du hast es anscheinend leider nicht verstanden. Das sagt schon Dein zweiter Satz aus. "Wer keine Veranstaltungen fahren will, kann doch gerne..."
      Die Späteinsteiger WOLLEN ja Wettkampf fahren. Aber nicht unter den momentanen Bedingungen!

      Jessi, der Nord-Cup kann bleiben wie er will und Du kannst auch weiterhin mit Deinen Kindern und Jugendlichen spielen. Es müssen nur zwei Dinge geändert werden. Eine zusätzliche Späteinsteiger-Spur mit eigener Wertung, wie ich es oben beschrieben habe. Und Klasse 5 muß getrennt gewertet werden. Jugendliche bis 18 Jahre und Erwachsene. Fertig ist ein attraktiver Nord-Cup. ;)
      Thomas, ist das nicht das, was ich oben vorgeschlagen habe? ?( Oder habe wo sind da noch Haken, die beseitigt werden sollten?

      Klasse 5 in Jugendliche und Erwachsenen trennen kann man natürlich machen. Sind dann aber ja nicht viele die bei den Erwachsenen sich das Podest teilen. Dafür haben wir einfach zu wenig Starter in den Klassen, wäre das anders, wäre ich sofort dafür. Flo habe ich gerade gefragt und der sieht das genau umgekehrt. Er misst sich lieber mit den Kids, als mit 3-4 Erwachsenen rumzuhampeln. Wenn ich mal die Zahlen vom letzten Jahr zugrunde lege, hätten wir im Schnitt 3,8 Starter bei den Erwachsenen. Und ich kann mir nicht vorstellen, wenn wir die Trennung vornehmen, dass dann gleich 10 neue Starter auf der Matte stehen. Bei uns im Verein, fällt mir jedenfalls so spontan nicht einer ein.

      Für die Späteinsteiger-Spur mit einem Mix aus Klasse 4 und 5 bin ich offen und werde dies auch bei der Veranstalter-Tagung so vorstellen. Auch die Idee der Trennung werden wir dort natürlich diskutieren.

      Ich bin doch bereit für Ideen! Finde nur diese Grundsatzdiskussion mit Lizenz, etc. unnötig, weil wir daran nichts ändern können.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Jessi“ ()