seltsame Vorderradbremsen

      seltsame Vorderradbremsen

      Irgendwie sieht man vor allem bei den Spananiern immer öfter so seltsame Vorderradtrommelbremsumbauten (geiles Wort,ne?) an den Grimeca-Naben. So mit nach vorn gedrehtem Hebel und etwas abenteuerlich verlegten Zügen.

      Was soll das bringen? Mehr Bremsleistung?

      Der Subira baut auch noch so eine Wahnsinns Dreiecks-Bremsankerstrebe die scheinbar an der Ankerplatte zweifach verschraubt ist.
      Bringts das? Wahrscheinlich verwinden sich die Ankerplatte und damit die Beläge weniger bzw. das Drehmoment wird besser aufgenommen?
      Oder was?

      So ihr Inscheniöre! Ich bin gespannt!

      hier mal Bilder:
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      Post was edited 1 time, last by “bontempi03” ().

      Mit dem längeren unteren Hebel, sollte eine stärkere Bremskraft wirken können, die auch noch feiner (da pro mm Hebelweg am oberen Bremshebel, weniger Bremsnockendrehbewegung auf die Bremsbeläge in der Bremstrommel einwirkt) dosierbar ist ( frei nach dem abgewandelten Sprichwort "gewaltig ist des Bremsers Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft").
      der Hebel wenn er gerade ist, sollte ja bei maximaler Bremskraft genau
      im rechten Winkel zum Bremsseil stehen, und das erfordert manchmal
      ein Paar Basteleien .. vor allem, wenn man den Hebel auch noch oberhalb
      der Radachse haben will.

      Yamaha hat den Hebel hinter den Gabelholm verlegt, aber dafür muss da
      genug Platz sein:
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      Post was edited 1 time, last by “V7-Hondatrial” ().

      Oft geht es nur darum, irgendwie das Vorderrad aus einem Motorrad mit der Gabel aus einem anderen Moped zu verheiraten oder umgekehrt.
      Dabei ergeben sich dann auch mal merkwürdig geformte Streben zur Gabel für die Ankerplatte.
      Außerdem ist es keine schlechte Idee, den Hebel an der Trommel an eine höhere und damit sicherere Position zu bringen, damit nicht gleich was kaputtgeht, weil man das Vorderrad zwischen die Steine in der Sektion gesteckt hat.
      Modern oder Veteranen - Hauptsache Fahren!
      Also die Vorderräder gehören alle zu den jeweiligen Motorrädern, die Kawasaki evtl. mal ausgenommen. Da weiß ich nicht ob es das original Vorderrad ist.
      Und bei den Grimecas sind alle Bremshebel normal so montiert wie an der Yamaha.

      Das mit dem längeren Hebel ist natürlich richtig und auch klar.

      Aber warum montieren die den Bremshebel nach vorne? Mit dem Bowdenzug hats normal auch nix zu tun.
      Der ist bei den Fantics z.B. auch hinter der Gabel ähnlich der Yamaha.

      Frank, Michael aus D und B Joe watt sacht ihr denn?
      Wollen die alle nur basteln?
      ... man könnte es auch einfach so lassen wie es original war :)

      Das würde zumindest mein Auge mehr erfreuen als diese "Dreiecksbremsanker" die natürlich notwendig werden, wenn die Herrn Super-Oldtimer-Werks-Ichwilleinenpokal-Fahrer einen moderne Gabel einbauen, die halt nun mal für ein Scheibenbremse gebaut wurde.

      Das ist doch alles so schön period anzusehen gell? Und ich hab jetzt wieder einen (Alb)Traum :thumbsup:
      Was, wenn die Nabe - also die Trommel - mal nen Bruch hatte und die Ankerplatte dann doch vom Spender stammt ?
      Dann muss man nehmen was man bekommt und notfalls auch spiegelverkehrt montieren.
      Hab ich auch schon gemacht.
      Siege, wenn du kannst.
      Verliere wenn du musst.
      Kapituliere nie
      Heidi Hetzer, 20.06.1937 - 21.04.2019,
      zur Erinnerung an die Frau ohne Bremse
      Wenn der Bock auf die Schnelle laufen muss, kräht mit Sicherheit kein Hahn danach.

      Aber ganz ehrlich, keines der fünf Mopeds sieht danach aus und auch nicht so, als ob der der Eigner nicht das notwendige Kleingeld hätte, ein passendes altes Original- oder Gebrauchtteil bei eBay oder sogar hier im Forum zu kaufen
      Liebe Leser, schaut euch doch mal ein Filmchen , von einem spanischen Klassiktrial an.
      Beachtet die Fahrer und erst recht die eingesetzten Maschinen, die Spanier investieren viel Geld in ihr Hobby und da wollen die Leute auch entsprechende Veranstaltungen besuchen und das darf dann auch etwas kosten. Man will sich mit seiner Maschine auch von den anderen Motorrädern absetzen und so wird gebaut und veredelt, Geld spielt keine Rolle.

      Staubteufelchen wrote:

      Mit dem längeren unteren Hebel, sollte eine stärkere Bremskraft wirken können, die auch noch feiner (da pro mm Hebelweg am oberen Bremshebel, weniger Bremsnockendrehbewegung auf die Bremsbeläge in der Bremstrommel einwirkt) dosierbar ist ( frei nach dem abgewandelten Sprichwort "gewaltig ist des Bremsers Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft").


      kleiner Feigling wrote:

      Oft geht es nur darum, irgendwie das Vorderrad aus einem Motorrad mit der Gabel aus einem anderen Moped zu verheiraten oder umgekehrt.
      Dabei ergeben sich dann auch mal merkwürdig geformte Streben zur Gabel für die Ankerplatte.
      Außerdem ist es keine schlechte Idee, den Hebel an der Trommel an eine höhere und damit sicherere Position zu bringen, damit nicht gleich was kaputtgeht, weil man das Vorderrad zwischen die Steine in der Sektion gesteckt hat.


      ...ich glaube das die Hebel garnicht länger bzw viel länger sind als der Origenalhebel das sieht auf dem Bild
      ...nur so aus weil die nicht mehr hinterm Standrohr versteckt sind..was ich zum Schutz der Hebellei ,beim
      ...Sturz für besser halte...

      ...ich kann mir schon vorstellen das durch die umgekehrte Drehrichtung des Bremsnockens sich die Brems-
      ...wirkung erhöht.... (Vorsicht jetzt kommen die Gedanken eines Panzerschlosser's dazu ) weil der ...Bremsnocken die Bremsbacke nicht nur Richtung Bremstrommel bewegt sondern durch die umgedrehte
      ...Hebellei mehr drückt. .was anders rum, Spiegelverkehrt ,ja eigentlich genau so funktionieren sollte. .
      ...vielleicht hat ja die Drehrichtung Einfluss darauf. .
      ...wahrscheinlich hat es jemand mal ausprobiert und das ist einfach so....
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      Das scheint aber nur eine Vorliebe der Spanier zu sein, die Bremsen so umzubauen. Ich bin letzte Woche in Italien beim Trial dei Campioni zusammen mit Bernie Schreiber, Gilles Burgat, Donato Miglio und weiteren ehemaligen Champs gefahren, von denen hatte niemand so eine Bremse. Ich denke, wenn man die Sektionen so baut wie es mit normalen originalen Bremsen zu bewältigen ist und die klassische Fahrtechnik beibehalten wird braucht man sein Motorrad nicht so umzubauen. Und ein weiterer Vorteil, man überbremst nicht so leicht.
      Ach,guck mal:
      Anscheinend hat SWM bei einigen Modellen den Hebel nach vorn montiert?
      Wusste ich noch garnicht. Aber scheinbar nicht bei Allen?
      Natürlich kann man das alles original belassen.
      Aber ich als kleiner Hobbyentwickler ohne Plan probiere das vielleicht einfach mal aus!
      Und dann mit Doppelabstützung a la Subira!
      Sorry Helmi!
      Vielleicht hat das ja ´83 auch schon einer gebaut?
      Aber keine Scheibenbremse,keine Hydraulikkupplung….

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      gaptrial wrote:

      Ich denke, wenn man die Sektionen so baut wie es mit normalen originalen Bremsen zu bewältigen ist und die klassische Fahrtechnik beibehalten wird braucht man sein Motorrad nicht so umzubauen.

      Da sehe ich das eigentliche Dilemma beim Klassik-Trial. Man baut die Spuren für die originalen Moppeds. Dann kommen die umgebauten und für die wird die Spur zu leicht. Je mehr umgebaute dann mitfahren, um so mehr werden die Spurenbauer dazu veranlasst, die Spuren schwerer zu stecken. Mit dem Fazit, dass es für die originalen Klassiker immer schwieriger wird.

      Als Späteinsteiger erlebe ich das ähnlich beim modernen Trial. zu wenig Zeit zum Trainieren und altersbedingt keine allzu steile Lernkurve sorgen dafür, dass die Spuren schneller schwierig werden, als ich besser. Da liegt es natürlich nicht dran, dass alle Enthusiasten mit Werksequipment weitab der Serie unterwegs sind, sondern dass die jungen Talente dermaßen steile Lernkurven haben, dass die Spurenbauer da mithalten müssen.
      Wenn ich die Spuren der Wettbewerbe von heuer mit denen von vor 3 Jahren vergleiche, dann denke ich mir manchmal, würde ich heute erst einsteigen, dann vermutlich nicht mehr bei den modernen Wettbewerben.
      Gut, ich sehe mich auch eher in der Klassikszene zu Hause, die moderenen Wettbewerbe sind halt eine weitere Trainingsmöglichkeit, wenn mein Trainingsgelände geschlossen ist. Aber ich kann durchaus verstehen, weshalb die nicht ganz so ambitionierten in den unteren Spuren verweilen. So weit aufspalten kann man die Klassen gar nicht, dass originale, zeitgemäß modifizierte und moderne Moppeds mit alter Optik bauartgerecht berücksichtigt werden können.

      Fred

      bontempi03 wrote:


      Und dann mit Doppelabstützung a la Subira!

      kannste dir sparen weil´s nichts bringt.

      bei der kawa macht der zug nen starken knick wo er bei der abstützung raus kommt. das erzeugt unnötig reibung und verschleiss.

      ich hab auch schon mal überlegt mich vom bowdenzug zu verabschieden und mit sowas ebay.de/itm/263814412737?ssPageName=STRK:MEWAX:IT und bremspumpe zu arbeiten. kommt dann aber nicht an die bultaco sondern an den crosser. hab ich schon an der kupplung und ist sehr angenehm wenn man 2-4h enduro rennen gegen moderne kisten fährt.

      Post was edited 2 times, last by “b-joe” ().

      Hallo,

      dann brauchst Du aber beim D-Cup nicht mehr anzutreten. Siehe Austragungsbedingungen, Kapitel 4.2:
      "Weiterhin verboten sind: hydraulisch betätigte Kupplungen".

      Gruß Reinhard

      Mist, zu schnell: Du sprachst von der Bremse, ich von der Kupplung! Sorry
      Ein Mann sollte in seinem Leben ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und (scheiß auf den Baum...) eine Montesa fahren!
      Das scheint aber nur eine Vorliebe der Spanier zu sein, die Bremsen so umzubauen. Ich bin letzte Woche in Italien beim Trial dei Campioni zusammen mit Bernie Schreiber, Gilles Burgat, Donato Miglio und weiteren ehemaligen Champs gefahren, von denen hatte niemand so eine Bremse. Ich denke, wenn man die Sektionen so baut wie es mit normalen originalen Bremsen zu bewältigen ist und die klassische Fahrtechnik beibehalten wird braucht man sein Motorrad nicht so umzubauen. Und ein weiterer Vorteil, man überbremst nicht so leicht.

      Flori,da haste recht,die Jungs können ja auch alle fahren.Beim Trial macht immer noch 90% der Fahrer und 10% das Moped aus.Denk mal dran zurück letztes Jahr beim Manx Juan Knight mit der weißen standart 349 alle geschruppt oder vor einigen Jahren mit der Starrahmen Bantam,alle meilenweit geschruppt.Talent und können ist beim Trial immer noch das wichtigste.Wenn man eine Graupe ist nützt einem das beste Moped nix.
      Ciao:Micha
      Also Leute!
      Schaut Euch doch nochmal die Bilder da oben an. Außer der recht modernen Gabel in der Beta und der Subira-Ankerstrebe ist das alles Standardzeugs aus der Twinshock-Zeit. Nur halt leicht modifiziert!
      Warum soll man denn nicht schauen, ob man noch mehr aus dem Material herausholen kann?
      Und der Beta-Fahrer wird mir ner Originalgabel auch nicht schlechter fahren!

      Und ein Dilemma seh ich da im Klassiktrial überhaupt nicht! Erstmal seh ich da keine Wahnsinnsumbauten(ich rede jetzt von Twinshock- und Lumoklasse, von pre 65 hab ich keine Ahnung), und außerdem kann man z.B. beim D-Cup oder auch in der Hanse-Classics jede Sektion mit einer Standard 83er Fantic 240 oder auch Fantic 200 oder SWM ,Bultaco oder sonstwas fahren.
      Ich glaube nicht das daß in Italien oder Spanien anders ist.
      Und das der Fahrer den Unterschied macht wissen wir doch wohl.
      Ich sehe da keine Sektion die nur mit umgebautem Material zu fahren sind!

      Oft genug habe ich gesehen,daß Fahrer mit Megamaterial wie Vertigo/TRS oder sonstwas eine Sektion nicht gebacken kriegen, dann kommt ein guter Twinshock-Fahrer daher und siehe da?

      Man kann so ein Dilemma auch herbeireden!

      Also ich bau mir mal sowas und probier es.

      Post was edited 1 time, last by “bontempi03” ().